Film

Die Suche nach der verlorenen Leichtigkeit (AT)

2019 | feature | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich und Alexej Hermann

Maria kommt aus einem gutbürgerlichen Elternhaus, ihre Eltern sind geschieden, sie ist Einzelkind und lernte schon als Kind, dass das Leben weniger weh tut, wenn man sich nicht bindet. Maria lebt sehr bewusst. Sie nimmt bewusst Drogen, ohne auf irgendwas hängen zu bleiben, sie ernährt sich gesund, sie treibt Sport, sie hat in ihrem Leben nicht viel Ballast angesammelt und eine gute Ökobilanz. Gleichzeitig möchte Maria aber auch die Möglichkeiten, die ihr das Leben bietet, nutzen. Und im selben Maße, wie sie ein bewusstes, aufgeklärtes Leben führt, in dem sie auf ihre Ernährung, ihren Konsum, ihr Wegwerfverhalten achtet, strebt sie nach Maßlosigkeit, Hingabe und Sex. In diesen Momenten ist es ihr Wunsch, sich zu fühlen, der sie leitet. Das ganze bewusste Leben mit seinen Verantwortungen zu vergessen. An den Punkten, an denen es jedoch „ernst“ wird, sie in ihren Gegenüber hineinschaut und in sich hineinschauen lässt, ergreift sie die Flucht. Die Gefahr der Verletzung in solchen Offenbarungen ist ihr zu hoch, sie zieht es vor, auf Nummer sicher zu gehen. Ihr Leben gleicht in diesen Momenten einem Rausch. Wie auf Drogen, muss aber die Dosis auf Dauer höher werden.

In Postproduktion

Die Übriggebliebenen

2018 | Spielfilm | 62 Minuten | Schnitt
Regie: Eike Weinreich

Nach dem Tod des Familienoberhauptes Horst Dingen, treffen sich dessen Kinder in ihrem Heimatdorf im Harz, um mit dem letzten dort verbliebenen Sohn, den von Schwermut gezeichneten Jugendfußballtrainer Didi, eine Trauerfeier auszurichten und das vermeintliche Erbe aufzuteilen.

Premiere „Internationale Hofer Filmtagen“ 2018

unRuhezeiten

2018 | Spielfilm | 97 Minuten | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich und Alexej Hermann

„unRuhezeiten“ ist eine Produktion entstanden mit dem Theater Oberhausen über ein imaginäres Theater in einer Provinz. Erzählt wird eine Geschichte über ein Theater am Scheideweg zwischen zwei Intendanten. Dramatische, als auch komödiantische Handlungsstränge erzählen von Menschen, die sich selbst zum Teil aufs Korn nehmen, aber auch relevante gesellschaftliche Diskurse aufmachen, die sich im Rahmen des Theaters abspielen, aber weit darüber hinaus strahlen.
„unRuhezeiten“ ist ein Film, der den IST-Zustand des städtischen Theaters kritisch hinterfragt, im Endeffekt aber eine Liebeserklärung an das Theater mit seinen einzigartigen Seelen, welche nach Liebe dürsten.

Premiere „Achtung Berlin“ 2019

Von komischen Vögeln

2016 | Spielfilm | 85 Minuten | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich und Alexej Hermann

Jockels Leben ist eine einzige Katastrophe – weder seine Frau Barbara, noch seine Tochter Rike und erst recht nicht sein Vater Helmuth verstehen ihn. Nach einer im Selbstmitleids-Rausch begangenen Straftat bekommt der zynische Musiker eine letzte Bewährungschance als Leiter eines Behindertenchores in der Betreuungseinrichtung von Thorsten Wiegalt. Hier muss der Einzelgänger Jockel sich nicht nur mit den Betreuern Ole, Peer und Melanie auseinandersetzen, sondern auch rasch einen Zugang zu den Mitgliedern seines außergewöhnlichen Chores finden.

Premiere „Internationale Hofer Filmtage“ 2017

Der Frühling war so kalt, dass das Meer nicht wärmer wurde bis der Sommer kam

2016 | Spielfilm | 50 Minuten | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich, Alexej Hermann und SchülerInnen der Projektklasse Weierheide Oberhausen

Die SchülerInnen einer Projektklasse aus Oberhausen fahren mit zwei LehrerInnen und einem Sozialarbeiter auf Klassenfahrt in eine Blockhütte im Wald. Kein Handyempfang, kein Internet.Die Jugendlichen sind auf sich selbst zurückgeworfen. In diesem Rahmen wurden die Themen bearbeitet,die den SchülerInnen besonders wichtig waren. Gewalt, Hass, Mobbin, Drogen, Angst vor Armut. Eine partizipatives Filmprojekt, an dem Jugendliche ihre Figuren und den Plot selbst entworfen haben.

Premiere „Kinofest Lünen“ 2016

Pilze haben keine Wurzeln

2016 | Spielfilm | 50 Minuten | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich

Bibiana (47) ist eine alleinstehende Frau und Mutter einer Tochter sowie Großmutter einer Enkeltochter. Und sie hat sich in ihrem Leben eingerichtet. Was arm, desillusionierend und nicht erstrebenswert wirkt, ist für Bibiana in Ordnung. Es sieht von außen eben alles immer schlimmer aus, als es sich von innen anfühlt. Auch Bibiana hat Träume. Aber Bibianas Träume haben Grenzen. Sie träumt nicht von unendlichem Reichtum oder davon Macht oder Geld zu haben. Auch Ruhm ist Bibiana nicht wichtig. Sie nimmt die Dinge, wie sie kommen. Und wenn es nicht weh tut, ist es eigentlich schon mal ganz gut.

weiter

2015 | Spielfilm | 75 Minuten | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich und Alexej Hermann

„weiter“ ist die Geschichte von fünf jungen Menschen, die sich eingerichtet haben, in ihrem funktionierenden, oft fremdbestimmten Alltag. Und die sich auf der verworrenen Suche, nach ihrem individuellen, selbstbestimmten Sein, immer mehr von sich selbst entfernen. Und von ihren Freunden. Frei nach dem Motto: Erst als ich aufgehört habe zu suchen, lernte ich das Finden.

waitin

Waitin

2015 | Kurzfilm | 26 Minuten | Kamera, Schnitt
Regie: Eike Weinreich

Zwei Namenlose sitzen auf einer Parkbank und warten auf den Moment, der ihr Leben ändert. Ein Film über den Charme des Nutzlosen und den wichtigen Bestandteil der Nichtigkeit. Ein Kleingangsterkomödie in Anlehnung an Becketts “Warten auf Godot”.

Premiere „Essener Video Rodeo“ 2016

Geschwister

2013 | Kurzfilm | Kamera
Regie: Julian Pörksen